Schlafstörungen gehören zu den am weitesten verbreiteten gesundheitlichen Beschwerden. Laut einer Statista-Umfrage aus dem Jahr 2022 berichten 43 % der Menschen in Deutschland, regelmäßig Probleme mit dem Schlaf zu haben.
Typische Anzeichen und Folgen können sein:
Es wird zwischen primären Schlafstörungen – also Schlafproblemen ohne zugrunde liegende Erkrankung – und sekundären Schlafstörungen unterschieden, die beispielsweise durch Depressionen, Angststörungen oder Asthma entstehen. Ausreichender, qualitativ hochwertiger Schlaf ist wichtig, da der Körper in der Nacht Zellen regeneriert, Hormone reguliert, Stoffwechselvorgänge optimiert und das Immunsystem stärkt.


Schlafstörungen lassen sich in zwei Hauptkategorien einteilen:
Primäre Schlafstörungen
Sie entstehen ohne erkennbare körperliche oder psychische Erkrankung. Dazu zählen u. a. Insomnie, Störungen der inneren Uhr, Albtraumstörungen oder Restless-Legs-Syndrom.
Sekundäre Schlafstörungen
Hier stehen andere Erkrankungen im Vordergrund – z. B. Depressionen, Angststörungen, chronische Schmerzen, Asthma oder neurologische Störungen. In diesen Fällen ist der Schlaf nicht das Grundproblem, sondern ein Symptom.
Die klare Unterscheidung ist wichtig, da sie Einfluss auf Behandlungsmöglichkeiten und Erfolgsaussichten hat.
Zu den gängigen Therapieansätzen bei Schlafstörungen gehören:
Doch nicht jede Person spricht gut auf diese Maßnahmen an – oder reagiert mit Nebenwirkungen. In solchen Fällen kann medizinisches Cannabis als zusätzliche Möglichkeit infrage kommen. Erste Studien zeigen, dass Cannabis die Einschlafzeit verkürzen, die Schlafqualität verbessern und nächtliche Unruhe senken kann (Babson et al. 2017, Review).
Hinweis: Wenn herkömmliche Methoden nicht ausreichen, kann ein Arzt prüfen, ob eine Cannabistherapie sinnvoll ist. Heute lässt sich ein Rezept bei Schlafstörungen auch online beantragen.

Die Wirkung von Cannabis auf den Schlaf ist vielschichtig – besonders, weil THC und CBD unterschiedliche Effekte haben:
THC:
Kann beruhigend wirken, das Einschlafen erleichtern und bindet an CB1-Rezeptoren im Gehirn.
CBD:
Wird allgemein mit Entspannung in Verbindung gebracht, kann Schlafphasen stabilisieren, REM-Störungen reduzieren und Müdigkeit am Tag verringern.
Das Endocannabinoid-System spielt eine zentrale Rolle bei der Steuerung des Schlaf-Wach-Zyklus.
Cannabinoide beeinflussen dabei wichtige Neurotransmitter wie:
Diese Botenstoffe tragen wesentlich dazu bei, wie ruhig, tief und lang wir schlafen.
(Fachquelle: Cannabis, Cannabinoids, and Sleep – Review)
Welche Cannabissorte am besten geeignet ist, hängt stark vom individuellen Beschwerdebild ab. Viele Betroffene berichten, dass Indica-dominierte Sorten mit beruhigenden Terpenen besonders hilfreich sind:
Die passende Sorte und Dosierung legt idealerweise eine Cannabis-erfahrener Schlafmediziner*in fest.
👉 Hier findest du eine Liste von Cannabis-Ärzt:innen
(Link bleibt unverändert)
Babson et al. (2017)
→ Hinweis darauf, dass Cannabinoide beim Einschlafen helfen und REM-Störungen verringern können.
(Studie lesen)
Ried et al. (2022)
Randomisierte, doppelblinde Studie mit Cannabis-Öl (10 mg THC + 15 mg CBD).
Bereits nach 14 Tagen zeigten sich messbare Verbesserungen:
(Studie lesen)
Viele Patient:innen berichten von positiven Effekten:
Wichtig: Die Wirkung kann von Person zu Person variieren — und gehört daher in eine ärztlich begleitete Behandlung.
Daher gilt:
Eine Cannabistherapie bei Schlafstörungen sollte immer durch eine erfahrene ärztliche Fachperson verordnet und begleitet werden.

