Rheuma bezeichnet eine Gruppe entzündlicher Erkrankungen des Bewegungsapparats. Typische Beschwerden sind anhaltende Gelenkschmerzen, Schwellungen und eine ausgeprägte Morgensteifigkeit. Ein Beispiel ist die rheumatoide Arthritis, eine chronisch-entzündliche Autoimmunerkrankung, die die Gelenke angreift und mit Schmerzen, Schwellungen sowie Bewegungseinschränkungen einhergeht. Im Gegensatz dazu handelt es sich bei Arthrose um eine degenerative Gelenkerkrankung, bei der es zu einem fortschreitenden Knorpelabbau kommt. Der Abbau des Knorpels beeinträchtigt die Funktion der betroffenen Gelenke und führt zu typischen Symptomen wie Belastungs- und Ruheschmerzen sowie einer zunehmenden Einschränkung der Beweglichkeit.
Arthrose kann in verschiedenen Stadien auftreten – von leichten Formen mit gelegentlichen Beschwerden bis hin zu schweren Stadien, in denen die Gelenkschädigung und die Symptome stark ausgeprägt sind. Gelenkverletzungen gelten als wichtiger Risikofaktor für die Entstehung von Arthrose, da sie den Abbau des Gelenkknorpels begünstigen können. Eine besondere Form ist die Polyarthrose, bei der mehrere Gelenke gleichzeitig betroffen sind und die chronisch verläuft.
Chronische Gelenkschmerzen können sowohl durch Rheuma, Arthrose, Polyarthrose als auch durch andere Ursachen ausgelöst werden – sie beeinträchtigen oft stark den Alltag vieler Menschen. Schätzungen zufolge sind Millionen Menschen in Deutschland von diesen Erkrankungen betroffen. Viele Betroffene suchen deshalb nach ergänzenden Therapieansätzen wie medizinischem Cannabis bei Rheuma, Arthrose oder allgemeinen Gelenkschmerzen.


Häufig berichtete Beschwerden sind:
Diese Symptome beeinträchtigen das Wohlbefinden der Betroffenen oft erheblich.
Diese Symptome führen dazu, dass viele Patient:innen Cannabis bei Arthrose- oder Rheumaschmerzen als zusätzliche Möglichkeit in Erwägung ziehen, insbesondere wenn herkömmliche Therapien nicht mehr ausreichen.
Je nach Erkrankung unterscheiden sich die Auslöser:
Die Vielfalt möglicher Ursachen führt dazu, dass viele Betroffene nach ganzheitlichen oder alternativen Behandlungsformen suchen – darunter medizinisches Cannabis als Ergänzung zu klassischen Therapien. Alternative Mittel wie Cannabis werden insbesondere aufgrund ihrer speziellen Inhaltsstoffe wie Cannabinoide (z.B. THC, CBD, Dronabinol, Nabilon, Nabiximols) in Erwägung gezogen, da sie unterschiedliche Wirkungen auf Schmerzen und Entzündungen haben können.

Die Behandlung von Rheuma, Arthrose und chronischen Gelenkschmerzen basiert meist auf mehreren Bausteinen:
Neben klassischen Medikamenten kommen verschiedene Cannabis-Produkte und Präparate zum Einsatz, darunter Kapseln, Tropfen (z.B. Dronabinol-Tropfen), Öle, Sprays (wie Nabiximols/Sativex), Tees, Blüten, Extrakte und Medizinal Hanf. Die Einnahme kann oral, sublingual (unter der Zunge), als Spray, durch das Verdampfen von Blüten oder als lokale Anwendung von CBD-Ölen oder -Gelen erfolgen. Blüten wirken schnell, sind jedoch schwer dosierbar und können unerwünschte Verbrennungsstoffe enthalten. Cannabis-Extrakte wie Sativex bieten eine standardisierte Zusammensetzung von THC und CBD und ermöglichen eine verlässliche Dosierung. Orale Präparate entfalten ihre Wirkung über mehrere Stunden, während Sprays und Inhalation eine schnellere Schmerzlinderung bieten. Die Wahl des passenden Cannabis Produkts und der Cannabissorte sollte individuell erfolgen, insbesondere hinsichtlich der enthaltenen Terpene.
Cannabinoiden wie THC und CBD spielen eine zentrale Rolle in der Schmerztherapie und Behandlung von Arthrose. Die Kombination aus THC und CBD sowie spezifischen Terpenen kann die Gelenkbeweglichkeit verbessern, Schmerzen lindern und die entzündliche Aktivität in den Gelenken reduzieren. Cannabidiol (CBD) besitzt zudem entzündungshemmende Eigenschaften, die bei Arthrose unterstützend wirken können. Die Forschung zu Cannabinoiden und Cannabidiol bei Arthrose ist noch im Gange, zeigt aber bereits vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Vorteile für Patient:innen mit chronischen Gelenkbeschwerden.
Die Anwendung und Dosierung von Cannabis-Präparaten sollte immer mit einem Arzt abgestimmt werden, um eine optimale Wirkung und Sicherheit zu gewährleisten. Zu den möglichen Nebenwirkungen zählen Müdigkeit, Schwindel, Mundtrockenheit, und bei höheren THC-Dosen auch Herzrasen, Übelkeit oder Angstzustände. Cannabis ist nicht für alle Patient:innen geeignet, insbesondere bei Herzkrankheiten oder Depressionen. Die Kostenübernahme durch die Krankenkasse kann nach Antragstellung und ausführlicher medizinischer Begründung erfolgen.
Dennoch sprechen nicht alle Patient:innen ausreichend darauf an – oder leiden unter starken Nebenwirkungen. In solchen Fällen wird medizinisches Cannabis bei Rheuma, Arthrose-bedingten Schmerzen oder chronischen Gelenkbeschwerden zunehmend als Ergänzung in Betracht gezogen. Immer mehr Betroffene berichten, dass Cannabis Schmerzen lindern und Entzündungen abschwächen kann.
„Wenn herkömmliche Therapien nicht ausreichen, kann eine Ärztin oder ein Arzt prüfen, ob ein Cannabis-Rezept bei Rheuma oder Arthrose sinnvoll ist. Auch online kann man heute ein Cannabis-Rezept gegen chronische Schmerzen beantragen.“
Sowohl THC als auch CBD gehören zu den wichtigsten Inhaltsstoffen von Cannabis und zählen zu den Cannabinoiden, die gezielt in die Prozesse des körpereigenen Endocannabinoid-Systems eingreifen, das bei Schmerz- und Entzündungsprozessen beteiligt ist. Besonders bei der Behandlung von Arthrose zeigen THC und CBD Vorteile, da sie die entzündliche Aktivität in den Gelenken reduzieren und Schmerzen effektiv lindern können. Die Kombination von THC und CBD wird in der Schmerztherapie häufig empfohlen, da sie oft wirksamer ist als die Einzelanwendung und die Mobilität sowie das allgemeine Wohlbefinden verbessert. Cannabidiol (CBD) besitzt zudem ausgeprägte entzündungshemmende Eigenschaften, die helfen, die zugrunde liegenden Entzündungsprozesse bei Arthrose zu reduzieren. Die Anwendung von CBD-Öl, auch lokal auf den betroffenen Gelenken, kann zusätzlich zur Linderung beitragen. Darüber hinaus kann die Kombination aus Cannabinoiden wie THC und CBD mit spezifischen Terpenen die Gelenkbeweglichkeit weiter verbessern und Schmerzen bei der Behandlung von Arthrose gezielt mindern.
THC:Kann Schmerzen reduzieren und Muskeln entspannen. Viele Patient:innen berichten, dass Cannabis bei Rheuma- oder Arthrosebeschwerden ihre Lebensqualität verbessert. Die Kombination der Cannabinoiden THC und CBD wird in der Schmerztherapie besonders empfohlen, da sie synergistisch wirken: THC und CBD reduzieren die entzündliche Aktivität in den Gelenken und fördern die Schmerzreduktion. Die Vorteile dieser Kombination liegen in einer verbesserten Schmerzbewältigung, erhöhter Mobilität und einem gesteigerten Wohlbefinden.
Cannabidiol (CBD) wird eine ausgeprägte entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung zugeschrieben – besonders hilfreich bei rheumatischen Schmerzen und lang anhaltenden Gelenkbeschwerden.
Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Cannabis Entzündungsprozesse beeinflussen, Schmerzen lindern und den Schlaf verbessern kann. Neben Blüten und Ölen gewinnen auch Cannabis-Cremes und Salben gegen Arthrose an Bedeutung – vor allem zur lokalen Behandlung.
Es stehen verschiedene Präparate und Produkte zur Verfügung, darunter Öle, Tropfen (wie Dronabinol-Tropfen), Kapseln, Sprays (z.B. Nabiximols), Tees sowie Medizinal Hanf in Form von getrockneten Blüten oder Extrakten. Diese Cannabis-Arzneimittel unterscheiden sich in ihrer Anwendung und Wirkung: Während Blüten von Cannabis schnell wirken, sind sie schwer dosierbar und bergen das Risiko von unerwünschten Verbrennungsstoffen. Cannabis-Extrakte wie Sativex oder andere standardisierte Präparate ermöglichen eine verlässliche Dosierung von THC und CBD und werden häufig als Spray oder Tropfen sublingual eingenommen. Orale Präparate wie Kapseln oder Öle bieten eine langanhaltende Wirkung über mehrere Stunden, während die Inhalation oder die Anwendung von Sprays eine schnellere Schmerzlinderung ermöglichen. Die lokale Anwendung von CBD-Öl oder -Gel direkt auf die betroffenen Gelenke kann Entzündungen und Schmerzen gezielt lindern.
Der gezielte Einsatz dieser Cannabis-Produkte in der Schmerztherapie bietet Vorteile wie eine individuelle Dosierung, entzündungshemmende Effekte und die Möglichkeit, verschiedene Darreichungsformen je nach Bedarf auszuwählen. Die Forschung zur Wirksamkeit und zum Abbau der Wirkstoffe bei der Behandlung von Arthrose ist noch im Gange, zeigt aber bereits vielversprechende Ergebnisse. Die Anwendung und Dosierung der jeweiligen Präparate sollte immer in Absprache mit einem Arzt erfolgen, um eine sichere und effektive Behandlung von Arthrose zu gewährleisten.
Welche Sorte und welches Cannabis Produkt für die Behandlung von Arthrose geeignet ist, hängt vom individuellen Fall ab. Die Wahl sollte immer auf die persönlichen Bedürfnisse und insbesondere auf die enthaltenen Terpene abgestimmt werden, da diese die Wirkung beeinflussen können. Es gibt verschiedene Produkte und Präparate wie Öle, Tropfen (z.B. Dronabinol-Tropfen), Nabiximols (als Mundspray), Kapseln sowie Medizinal Hanf in Form von Blüten oder Extrakten. Diese Arzneimittel unterscheiden sich in ihren Inhaltsstoffen, insbesondere im Gehalt an Cannabinoiden wie THC und CBD, und werden je nach gewünschtem Einsatz und Verträglichkeit ausgewählt. Während Öle und Tropfen eine sanfte und individuell dosierbare Einnahme ermöglichen, bieten standardisierte Präparate wie Nabiximols oder Dronabinol eine kontrollierte Dosierung. Medizinal Hanf wird meist als getrocknete Blüte oder Extrakt verwendet und muss zur Aktivierung der Inhaltsstoffe erhitzt werden. Die Vorteile der verschiedenen Produkte liegen in ihrer schmerzlindernden, entzündungshemmenden und wohltuenden Wirkung, wobei der Abbau der Wirkstoffe im Körper individuell unterschiedlich sein kann.
Die Forschung zu den unterschiedlichen Präparaten, ihren Inhaltsstoffen und der Wirksamkeit bei der Behandlung von Arthrose ist noch nicht abgeschlossen, zeigt aber bereits vielversprechende Ergebnisse hinsichtlich der Rolle von THC und CBD sowie anderer Cannabinoiden.
Eine ärztliche Fachperson entscheidet, welche Sorte, welches Präparat und welche Dosierung bei Gelenkschmerzen infrage kommt.
Hier findest du eine Liste spezialisierter Cannabis-Ärzt:innen
Die Forschung zu Cannabinoiden, insbesondere THC und CBD, sowie Cannabidiol, zeigt erste vielversprechende Vorteile bei der Behandlung von Arthrose und in der Schmerztherapie. Studien deuten darauf hin, dass diese Wirkstoffe Entzündungen in den Gelenken hemmen, Arthroseschmerzen lindern und das Wohlbefinden der betroffenen Menschen verbessern können. Dennoch befindet sich die Forschung zu den verschiedenen Präparaten, Produkten und Arzneimitteln wie Ölen, Tropfen, Nabiximols, Dronabinol und Medizinal Hanf sowie deren Wirksamkeit und optimalem Einsatz bei Arthrose noch in einem frühen Stadium. Die individuelle Auswahl der passenden Präparate und Einnahmeformen ist entscheidend, da der Abbau und die Wirkung der Cannabinoide je nach Mensch unterschiedlich ausfallen können.
Ein Beispiel aus der Praxis ist Dolores Keller, die zuvor nie Cannabis verwendet hatte und zunächst CBD-Öl gegen ihre Arthroseschmerzen ausprobierte – jedoch ohne Linderung zu erfahren. Nach der Umstellung auf Dronabinol-Tropfen konnte sie ihre traditionellen Schmerzmittel absetzen und berichtete, dass sie zwar weiterhin Schmerzen verspürte, diese aber anders wahrnahm und besser bewältigen konnte. Nebenwirkungen traten bei ihr nicht auf. Seit der Behandlung mit Cannabis ist es ihr möglich, einen aktiven Lebensstil mit regelmäßiger Bewegung beizubehalten, was ihre Lebensqualität deutlich verbessert hat.
Beispiele:
Seriöse Quellen: PubMed, Frontiers in Pharmacology
Viele Anwender:innen berichten:
Für die Behandlung von Arthrose stehen verschiedene Produkte und Präparate zur Verfügung, darunter Öle, Tropfen (z.B. Dronabinol-Tropfen), Nabiximols, Medizinal Hanf sowie andere cannabisbasierte Arzneimittel. Diese können individuell auf die Bedürfnisse der betroffenen Menschen abgestimmt werden, um die Lebensqualität nachhaltig zu verbessern.
Wichtig: Die Wirkung fällt individuell sehr unterschiedlich aus – daher ist medizinische Begleitung entscheidend.
Fazit:Cannabis bei Rheuma oder Arthrose ist kein Wundermittel, kann jedoch eine sinnvolle Ergänzung sein – ausschließlich unter ärztlicher Aufsicht.
Wie es funktioniert

