Depressionen gehören zu den häufigsten psychischen Erkrankungen (Krankheiten). Typische Merkmale sind anhaltende Niedergeschlagenheit, Verlust von Freude, Schlafprobleme und ein Mangel an Energie. Verschiedene Faktoren wie biologische, genetische und psychosoziale Einflüsse können zur Entstehung von Depressionen und Angststörungen beitragen.
Angststörungen äußern sich durch übermäßige Sorgen, nervöse Anspannung, Panikattacken oder körperliche Symptome wie Herzrasen. Häufig treten Angst und Depression gemeinsam auf. Diese Krankheiten zählen zu den psychischen disorders und können vielfältige Auswirkungen auf die Psyche haben. Verschiedene Menschen reagieren unterschiedlich auf Depressionen und Angststörungen, was sich in individuellen Symptomen und Verläufen zeigt.
Die Entwicklung des Gehirns, insbesondere bei Jugendlichen, kann durch Cannabiskonsum beeinflusst werden. Studien deuten darauf hin, dass THC negative Effekte auf die Entwicklung haben und das Risiko für Depressionen und andere psychische disorders erhöhen kann.
Viele Betroffene suchen nach zusätzlichen Behandlungsansätzen – darunter auch medizinisches Cannabis zur Unterstützung, wenn herkömmliche Therapien nicht ausreichend wirken.


Depressionen und Angststörungen zeigen sich oft durch eine Mischung aus psychischen und körperlichen Beschwerden. Häufige Symptome sind:
Als Folge von Depressionen und dem Konsum von Cannabis können sich Veränderungen im Schlafmuster, eine Beeinflussung der REM-Phasen sowie psychische Auswirkungen zeigen, insbesondere bei langfristiger oder hochdosierter Anwendung als Schlafhilfe.
Durch diese Belastungen steigt das Interesse an medizinischem Cannabis – vor allem, wenn klassische Behandlungen nicht ausreichen.
Nicht jede schwierige Phase ist automatisch eine Depression oder Angststörung. Während gewöhnliche Stimmungsschwankungen meist von selbst abklingen, handelt es sich bei Depressionen und Angststörungen um ernsthafte, länger anhaltende Erkrankungen, die oft eine ärztliche Behandlung erfordern.
Es stellt sich nicht die Frage, ob bei echten Depressionen und Angststörungen eine ärztliche Behandlung notwendig ist – sie ist unerlässlich.
In diesem Zusammenhang wird Cannabis zunehmend als mögliche ergänzende Therapieform betrachtet.

Die Behandlung von Depressionen und Angststörungen erfolgt individuell und umfasst häufig:
Cannabis kann als Arzneimittel unter ärztlicher Verschreibung eingesetzt werden, insbesondere wenn klassische Therapien nicht ausreichend wirken oder nicht vertragen werden. Die Auswahl der Therapieform erfolgt stets durch erfahrene Ärzte, die die individuelle Situation der Patienten berücksichtigen. Die Einnahme und Dosierung von medizinischem Cannabis wird individuell vom Arzt festgelegt und beginnt meist mit einer niedrigen Dosis. Patienten werden dabei engmaschig betreut und die Therapie erfolgt unter regelmäßiger ärztlicher Aufsicht, um Wirksamkeit und Nebenwirkungen zu optimieren.
In Deutschland dürfen seit dem 1. April 2024 alle approbierten Ärzte medizinisches Cannabis verschreiben, sofern eine anerkannte medizinische Indikation wie therapieresistente Depressionen, chronische Schmerzen, Angsterkrankungen oder andere psychische disorders vorliegt. Die Verordnung erfolgt auf einem normalen Rezept und nicht mehr auf einem Betäubungsmittelrezept. Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt die Kosten für medizinisches Cannabis, wenn eine anerkannte Indikation besteht und andere Therapien ausgeschöpft wurden. Vor Beginn der Cannabistherapie sollten bestehende Erkrankungen, aktuelle Medikation und individuelle Risikofaktoren mit dem Arzt besprochen werden.
Die Praxis der Cannabistherapie in Deutschland umfasst eine strukturierte Versorgung in ambulanten Settings, wobei die Sicherheit der Therapie bei korrekter ärztlicher Begleitung als hoch gilt und mögliche Nebenwirkungen meist mild sind. Die aktuelle Studienlage zeigt vielversprechende Ergebnisse, insbesondere für die unterstützende Behandlung bei therapieresistenten Depressionen, jedoch ist weitere Forschung durch major Studien notwendig. Eine retrospektive Studie unter Mitwirkung von Wissenschaftlern wie Michael Specka hat gezeigt, dass Patienten mit chronischen Depressionen während einer Therapie mit medizinischem Cannabis eine signifikante Verbesserung des Schweregrads der Depression berichteten. Die Studienlage zu Cannabis bei Depressionen ist jedoch noch begrenzt, weshalb der Bedarf an weiteren hochwertigen Studien besteht.
Cannabis kann in manchen Fällen die Wirkung klassischer Antidepressiva ergänzen oder diese bei unzureichendem Ansprechen sogar ersetzen. Die Bedeutung der Cannabistherapie erstreckt sich auch auf chronische Schmerzen, Angsterkrankungen, Psychosen und andere psychische disorders. Im Vergleich zu anderen Drogen und Alkohol wird das Risiko von Nebenwirkungen und Abhängigkeit bei medizinischer Anwendung unter ärztlicher Kontrolle als geringer eingeschätzt.
Tipp: „Wenn klassische Medikamente nicht ausreichend helfen, kann ein Arzt prüfen, ob ein Cannabis-Rezept bei Depression oder Cannabis bei Angststörungen verschreiben eine geeignete Alternative ist. Auch online lässt sich heute ein Cannabis-Rezept gegen Depression und Angst beantragen.“
Die Wirkung von Cannabis auf Depressionen und Angst ist komplex. Sowohl THC als auch CBD wirken unterschiedlich auf das Nervensystem. Das endocannabinoid system spielt dabei eine zentrale Rolle als neurobiologischer Mechanismus, da eine Dysregulation dieses Systems mit Depressionen in Verbindung gebracht wird und die Regulation potenziell therapeutische Ansätze bietet.
Ein kritischer Blick zeigt, dass die Wirkung von Cannabis auf Depressionen und Angststörungen aus unterschiedlichen Perspektiven betrachtet werden muss, insbesondere im Hinblick auf aktuelle gesetzliche Änderungen und die individuelle psychische Gesundheit.
Forschungsansätze untersuchen, wie Cannabis bei Depressionen auf Serotonin, Dopamin und das Endocannabinoid-System wirkt. Veränderungen in diesen Botenstoffen spielen bei Depression und Angst eine Rolle. Durch die Modulation dieser Systeme könnte medizinisches Cannabis bei Depression und Angststörung Einfluss nehmen.
Welche Cannabis-Sorte gegen Angst oder Depression sinnvoll ist, hängt stark vom individuellen Fall ab:
Ein erfahrener Arzt entscheidet, welche Cannabis-Sorte und Dosierung geeignet ist.
Hier findest du eine Liste über Cannabis-Ärzt:innen:
Welche Cannabis-Sorte gegen Angst oder Depression sinnvoll ist, hängt stark vom individuellen Fall ab:
Ein erfahrener Arzt entscheidet, welche Cannabis-Sorte und Dosierung geeignet ist. Die korrekte Einnahme und Dosierung von Cannabis ist dabei entscheidend, um die Wirksamkeit der Therapie zu sichern und Nebenwirkungen zu minimieren.
Typische Rückmeldungen von Patienten:
Die Wirkung variiert stark. Anwendung stets ärztlich begleiten.
Dein Endocannabinoid-System (ECS) ist ein zentrales Regulationssystem in Deinem Körper, das maßgeblich an der Steuerung Deiner Stimmung, Deiner Ängste und anderen psychischen Prozessen beteiligt ist. Es besteht aus speziellen Cannabinoid-Rezeptoren, die sich sowohl in Deinem Gehirn als auch im restlichen Körper befinden, sowie aus körpereigenen Botenstoffen – den sogenannten Endocannabinoiden. Diese wirken wie Schlüssel, die an Deine Rezeptoren andocken und so verschiedene Funktionen in Deinem Nervensystem beeinflussen.
Gerade wenn Du unter Depressionen und Angststörungen leidest, rückt Dein ECS immer stärker in den Fokus der Forschung. Studien zeigen, dass bei Patient:innen mit Depressionen häufig eine Dysregulation dieses Systems vorliegt: Die Konzentration wichtiger Endocannabinoide wie Anandamid und 2-AG ist oft verringert. Das kann dazu führen, dass Deine natürliche Balance im Gehirn gestört ist – mit direkten Folgen für Deine Stimmung, Deinen Antrieb und Dein allgemeines Wohlbefinden.
Hier setzt die Therapieoption mit medizinischem Cannabis für Dich an. Die enthaltenen Cannabinoide, insbesondere THC und CBD, können Dein Endocannabinoid-System gezielt beeinflussen. THC bindet vor allem an die CB1-Rezeptoren in Deinem Gehirn und kann so die Ausschüttung von Neurotransmittern wie Serotonin und Dopamin anregen – Botenstoffe, die für Deine ausgeglichene Stimmung und Motivation wichtig sind. CBD wirkt hingegen eher an den CB2-Rezeptoren und kann Entzündungsprozesse sowie oxidativen Stress in Deinem Körper reduzieren, was sich ebenfalls positiv auf Deine depressiven Symptome auswirken kann.
Die aktuelle Datenlage aus Deutschland und internationalen Studien deutet darauf hin, dass der gezielte Einsatz von medizinischem Cannabis bei Deinen Depressionen zu einer spürbaren Verbesserung Deiner Symptome führen kann. So berichten Patient:innen von einer Reduktion ihrer Angst, einer besseren Schlafqualität und mehr Lebensfreude. Eine Studie der LVR-Universitätsklinik Essen konnte beispielsweise zeigen, dass medizinisches Cannabis bei chronisch depressiven Patient:innen zu einer signifikanten Symptomverbesserung führte. Auch die Techniker Krankenkasse veröffentlichte Daten, die auf eine Verbesserung Deiner Lebensqualität und eine Reduktion depressiver Symptome durch den Einsatz von Cannabis hindeuten.
Trotz dieser vielversprechenden Ergebnisse ist es wichtig, dass Du die Behandlung immer unter ärztlicher Aufsicht durchführst. Die richtige Dosis für Dich, die Auswahl der passenden Cannabis-Sorte und die Überwachung möglicher Nebenwirkungen sind entscheidend für Deine sichere und wirksame Therapie. Denn auch wenn medizinisches Cannabis als neue Therapieoption Dir Hoffnung macht, ist die Forschung noch nicht abgeschlossen und weitere Studien sind notwendig, um die Wirksamkeit und Sicherheit langfristig für Dich zu bestätigen.
Insgesamt zeigt sich: Dein Endocannabinoid-System spielt eine zentrale Rolle bei der Entstehung und Behandlung Deiner Depressionen. Der gezielte Einsatz von medizinischem Cannabis kann für Dich als Patient:in in Deutschland eine wertvolle Ergänzung zur klassischen Therapie sein – immer individuell auf Dich abgestimmt und ärztlich begleitet. 💚
Deshalb gilt:
Cannabis gegen Depressionen und Angst sollte nur unter ärztlicher Aufsicht genutzt werden.

